06. bis 11. April 2020 Beratungswoche: Allergie

Noch Schnupfen oder schon Pollenallergie?

Die Nase läuft, der Hals kratzt – bahnt sich da eine Erkältung an? Das könnte sein. Aber hinter diesen und anderen Symptome kann auch eine Allergie stecken.

Nicht immer sind Erkältungserreger Ursache für Symptome wie Schnupfen und Atembeschwerden. Diese können auch Zeichen für eine Allergie sein.

Denn die Blütezeiten der einzelnen Pollenarten sind von Jahr zu Jahr und regional verschieden. Der Pollenflug hat längst begonnen, und auch Menschen, die bisher keine Symptome hatten, können plötzlich betroffen sein.

Wichtig ist, dass man die Beschwerden richtig zuordnet, um angemessen handeln zu können. Bei einer Pollenallergie kann mittels eines Allergietests genau bestimmt werden, welche Pollen die Reaktionen auslösen. Denen kann man dann aus dem Weg gehen, oder mit wirksamen Arzneimitteln die Beschwerden behandeln.

Wie unterscheidet man eine Pollenallergie von einer Erkältung?

  • Die Symptome können ähnlich sein, Heuschnupfen tritt in der Regel aber jedes Jahr etwa um dieselbe Zeit auf.
  • Bei nasskaltem Wetter grassieren Erkältungsviren, bei Pollenallergikern hingegen lässt Heuschnupfen nach.
  • Heuschnupfen kommt plötzlich, eine Erkältung bahnt sich mit Symptomen an, die sich innerhalb weniger Tage verschlimmern und dann abklingen.

Gute Tipps bei Pollenallergie

Kaum blüht und grünt es draußen wieder, geht bei vielen das große Schniefen los: Heuschnupfen gehört zu den häufigsten Allergieformen hierzulande. Am effektivsten ist es, den Allergieauslösern aus dem Weg zu gehen.

Ob Gräserpollen, Bienengift oder Duftstoffe: Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens auf grundsätzlich jede Substanz eine Allergie entwickeln. Vor allem Kinder von Eltern mit Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken.

Allergien können nicht geheilt, nur behandelt – also abgeschwächt bzw. gemildert werden.
Dabei gilt: Je früher, umso größer sind die Erfolgsaussichten.

Unsere Tipps im Alltag:

Schütteln Sie Pollen ab: Pollen bleiben in der Kleidung und den Haaren hängen und können auch später Symptome auslösen. Darum sollten Sie nach einem Aufenthalt im Freien die Kleidung wechseln und draußen ausschütteln und die Haare am Abend waschen.

Lassen Sie sich nicht stressen: Allergiker reagieren stärker, wenn sie privat oder beruflich Ärger haben. Sorgen Sie für Stressabbau durch Sport, Entspannung und einen ausgeglichenen Lebensrhythmus.

Fenster zu: Halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung aus – mit der frischen Luft werden jede Menge Pollen ins Wageninnere gepustet.

Richtig lüften: Auf dem Land ist die Pollenkonzentrationen morgens hoch, in der Stadt abends. Darum gilt: In der Stadt morgens, auf dem Land abends lüften.

Gesundheits-Info: Hilfe bei akuten Allergiebeschwerden

Bei Symptomen wie Fließschnupfen oder tränenden und juckenden Augen können Nasensprays oder Augentropfen mit Wirkstoffen wie Azelastin und Levocabastin schnell helfen, denn sie werden lokal direkt in den betroffenen Schleimhäuten angewendet.

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